(Artikelnr: 9783896469687)

Frügeschichtliche Grabfunde zwischen Harz und Aller. Die Entwicklung der Bestattungssiten im südöstlichen Niedersachsen von der jüngeren römischen Kaiserzeit bis zur Karolingerzeit.

Ludowici, B.

Hardcover. 230 pp. Mit 25 Karten,  97 Tafeln und Beilagen. 
Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens Band 35. Verlag Marie Leidorf 2005.


Mit eine Beilage  von Abbildungen von Urnen des 2./3. Jhs. aus dem Untersuchungsgebiet. Repräsentative Auswahl aus den Brandbestattungsplätzen.

Gegenstand der Studie sind Grabfunde der jüngeren Römischen Kaiserzeit, der Völkerwanderungs-, Merowinger- und Karolingerzeit aus Südostniedersachsen. Erforscht wird der Wandel der Grabsitten über 600-700 Jahre auf häufig kontinuierlich belegten Gräberfeldern.

Ausgangspunkt aller Überlegungen ist die stilistische Datierung der verwendeten Grabkeramik. Das praktizierte Bestattungsbrauchtum weist Eigenheiten auf, die den untersuchten Raum von den übrigen Regionen Nord- und Mitteldeutschlands abheben.

Die Brandbestattung ist bis weit in merowingische Zeit die einzige hier nachweisbare Grabform. Der Ostteil des Gebietes erscheint dabei elbgermanisch geprägt, der Westteil eher rheinweser-germanisch. Die Anlage von Grabhügeln, aber auch die Urnenformen der RKZ lassen Bezüge zum Raum nördlich der Aller deutlich werden.

Elitegräber und damit zugleich die ältesten Körpergräber treten erstmals im 6. Jh. auf. Ab dem 7. Jh. beginnt eine Angleichung der Grabsitten an die der Nachbargebiete; im 8./9. Jh. wird wie überall die orientierte Körperbestattung üblich. Die erhobenen Befunde erlauben neue Antworten auf Fragen der Ethnogenese der Sachsen.
Prijsinformatie:
Prijs per stuk:
€ 19,95
Aantal: Bestellen

Voorraad